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Kreativer Flow statt Reizüberflutung: 10 kreative Ideen für Hochsensible & Introvertierte

Wie stoppen Sie das Gedankenkarussell? Womit helfen Sie Ihrem Nervensystem nach einer Reizüberflutung optimal, sich wieder zu entschleunigen? Ideen für alle, die in der Hektik Ruhe schätzen.


Blogbild: Ein Tisch voller Buntstifte, Pinsel, Farbtöpfchen, zwei Blumen und einem Tablet mit dem Buchcover von "Sinnvolle UNsinnfragen - Sketchnotesaufgaben"
Gestresst? Reizüberflutet? Wie der kreative Flow schnell hilft, erdet & frische Freude schenkt.


Kennen Sie das? Die Welt da draußen dreht die Lautstärke hoch, Nachrichten prasseln auf Sie ein, und das elektrische Surren des Alltags scheint niemals zu verstummen. Für Hochsensible (HSP) und Introvertierte ist diese moderne Reizdichte oft mehr als nur anstrengend – sie ist überwältigend.

Wenn das Nervensystem »Stopp!« ruft, neigen wir oft dazu, uns einfach nur unter der Decke zu verkriechen. Doch es gibt einen Zustand, der noch erholsamer ist als bloßes Nichtstun: der kreative Flow.


Und falls Sie sich nicht zu den Hochsensiblen und Introvertierten zählen: Fühlen Sie sich herzlich willkommen. In unserer rasanten Welt tut eine kreative Atempause schließlich jedem gut.

 


Warum kreatives Gestalten für das neurodiverse Gehirn Balsam ist


Der Flow-Zustand ist dieser magische Moment, in dem Zeit und Raum verschwinden. Wir sind ganz bei uns. Für das neurodiverse Gehirn, das ständig Informationen verarbeitet, ist dies wie eine sanfte Massage. Das Gedankenkarussell wird unterbrochen, der Fokus verengt sich auf das Tun, und echte Entschleunigung tritt ein.

Im Wortfeger Atelier glaube ich daran, dass wir Ruhe in unseren Händen und Worten finden. Hier sind 10 kreative Wege, um der Reizüberflutung zu entkommen und wieder bei sich anzukommen.

 

1. Freies Schreiben: Lassen Sie Dampf ab

Oft sind wir überreizt, weil zu viele ungefilterte Gedanken in unserem Kopf herumschwirren. Schreiben ist wie Lüften für die Seele. Setzen Sie den Stift auf und schreiben Sie, ohne abzusetzen.

Tipp: Fällt Ihnen der Einstieg schwer? In meinen Reizwortstory-Aufgabenbüchern finden Sie Impulse, die Ihnen den Start erleichtern und die Fantasie sanft anstupsen, ohne Druck aufzubauen.


2. Copywriting oder Copywork mit alter Schweizer Literatur

Das klingt vielleicht ungewöhnlich, ist aber wunderbar meditativ. Das Abschreiben oder Neumodellieren von Texten, besonders basierend auf der ruhigen, bedachten Sprache alter Schweizer Literatur, hat einen fast rhythmischen Effekt. Es verbindet Sprachliebe mit Struktur.

Tipp: Entdecken Sie die Schönheit vergessener Worte in meinen Copywork-Büchern, die speziell mit Texten aus alter Schweizer Literatur arbeiten. Das ist Sprachkunst als Achtsamkeitsübung.

 

3. Sketchnoting: Gedanken sichtbar machen

Manchmal fehlen uns die Worte, oder sie sind zu viel. Sketchnoting hilft, Komplexität zu reduzieren. Indem Sie Gehörtes oder Gedachtes in kleine Symbole und Strukturen übersetzen, ordnet sich das Chaos im Kopf. Es ist ideal für Introvertierte, die ihre reiche Innenwelt strukturieren möchten.

Tipp: Sie müssen kein Künstler sein! In meinen Sketchnote-Büchern inspiriere ich Sie, wie Sie mit einfachen Strichen Klarheit schaffen und zeichnerisch reflektieren. Entdecken Sie diese spaßige Methode der Selbstreflexion.

 

4. Malen und Zeichnen

Farben haben eine direkte Wirkung auf unser limbisches System. Ob Aquarell, Acryl oder Buntstifte: Das Spiel mit Farben erlaubt es uns, Gefühle auszudrücken, für die wir keine Sprache haben. Konzentrieren Sie sich nicht auf das Ergebnis, sondern darauf, wie der Pinsel über das Papier gleitet.

Wenn Sie Ihr Zeichnen mit einer lustigen oder inspirierenden Geschichte verbinden möchten, empfehle ich Ihnen meine zwei Bücher zur Illustration.

Zeichnen Sie Ihre eigene Dackelklinik oder Igelgeschichte! Die Bücher gibt es gedruckt bei (Online-)Buchhandlungen oder für digitales Zeichnen respektive zum Selbstausdrucken hier:

Link zu: Dackelklinik

 

5. Handwerken und Möbel restaurieren

Etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen oder Altem neuen Glanz zu verleihen, ist unglaublich erdend. Ich liebe es, Möbel zu restaurieren. Das Schleifen, das Streichen, der Geruch von Holz – das ist sensorisches Erleben, das nicht überfordert, sondern zentriert. Man sieht am Ende des Tages, was man geschaffen hat.

 

6. Gärtnern: Die langsamste Kunst der Welt

Gehört Gärtnern zur Kreativität? Unbedingt! Ein Beet zu komponieren, Pflanzen zu kombinieren und dem Wachstum zuzusehen, ist ein schöpferischer Akt. Die Hände in der Erde zu haben, wirkt bei Hochsensibilität oft Wunder – es »erdet« im wahrsten Sinne des Wortes und verbindet uns mit dem natürlichen Zyklus, fernab von digitaler Hektik.

 

7. Basteln und Collagen erstellen

Schnappen Sie sich alte Zeitschriften, Schere und Kleber. Das Erstellen von Collagen oder kleinen Bastelarbeiten erfordert Präzision und Spieltrieb zugleich. Es ist eine wunderbare Methode, um sich für eine Stunde komplett aus dem Alltag auszuklinken.

 

8. Tanzen: Den Stress abschütteln

Kreativität muss nicht immer still sitzen. Manchmal staut sich die Energie im Körper. Legen Sie Ihre Lieblingsmusik auf und bewegen Sie sich. Tanzen ist kreativer Ausdruck des Körpers. Es hilft, angestaute Anspannung loszulassen und den Kopf wieder freizubekommen.

 

9. Achtsame Fotografie

Nehmen Sie Ihre Kamera (oder das Handy im Flugmodus) und gehen Sie auf die Suche nach Details. Stellen Sie sich einer Momentaufgabe, suchen Sie etwa nach der Farbe Blau, speziellen Mustern (rund, eckig, spitzig), nach Verwittertem, Graffiti oder nach Lichtschatten. Durch den Sucher zu schauen, blendet die Umgebung aus und fokussiert den Blick auf das Schöne im Kleinen.

 

10. Stricken, Häkeln oder Sticken

Die rhythmische Wiederholung der Nadeln hat eine fast hypnotische, beruhigende Wirkung. Es ist »Yoga für die Hände«. Während die Hände beschäftigt sind, darf der Geist zur Ruhe kommen.

 


Finden Sie Ihre kreative Insel


Liebe Leserinnen und Leser, Sie müssen nicht alles ausprobieren. Suchen Sie sich eine kreative Methode aus, die Sie heute anspricht. Erlauben Sie sich, unperfekt zu sein. Beim kreativen Gestalten geht es nicht um Leistung. Perfektion und Leistungsgedanken verhindern den entschleunigenden Prozess. Finden Sie die Freude am Tun und den Frieden, wenn Sie im Flow sind.

Schaffen Sie sich Ihren Raum. Atmen Sie durch. Und lassen Sie die Welt für einen Moment draußen.


Sonnige Grüße

Tanja alias Wortfeger


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