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Meinrad Lienert: Wenn Schweizer Geschichte durch neue Augen blickt

  • Autorenbild: Tanja Alexa Holzer
    Tanja Alexa Holzer
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Ein literarisches Echo aus der Vergangenheit als Inspiration für die neue Schweizergeschichte.


Eine Schweizer Pfahlbautensiedlung mit einer Holzhütte und einem einfachen Holzsteg am Zürichsee, leichter Nebel über den bewaldeten Hügeln, in Abendstimmung, Blogbild zu einem Kurzporträt über Meinrad Lienerts Werk und die Neuinterpretationen der Schweizer Geschichte aus der Frauenperspektive und in limitierten Wandbildern mit Textelementen antiker Buchseiten, im Wortfeger Atelier
Schweizergeschichte neu erzählt aus der Frauenperspektive und in Wandbildern mit Buchkunst

Es gibt Autoren, deren Worte wie ein Echo aus einer längst vergangenen Zeit nachhallen. Der Schwyzer Schriftsteller Meinrad Lienert (1865–1933) ist für mich ein solcher Chronist. Er war mehr als nur ein Sammler von Geschichten; er war der Architekt eines Schweizer Selbstverständnisses, das tief in Sagen und Historie verwurzelt ist. (Mehr über Werdegang & Leben von Meinrad Lienert hier auf Wikipedia)

In meinem Wortfeger Atelier begleiten mich seine Texte schon eine ganze Weile. Doch statt sie im Archiv verstauben zu lassen, habe ich mich entschieden, sie ins 21. Jahrhundert zu holen: digital, künstlerisch und mit einem vollkommen neuen Blickwinkel.

 


Zwischen Kindheitszauber und Heimatkunde


Lienerts Werk ist vielseitig, aber eines zieht sich durch alle Zeilen: die Liebe zum Detail. Wenn man heute seine »Hansjörlis Fahrt nach dem Zauberwort« liest, begegnet man einer fast schon naiven, kindlichen Unschuld. Es ist eine witzige, bisweilen kuriose Reise quer durch das alte Schweizerland. Ich habe dieses Werk digitalisiert und neu als Printbuch herausgegeben, weil es uns daran erinnert, wie man die Welt mit staunenden Augen betrachten kann – eine Qualität, die wir im hektischen Alltag oft verlieren.

Auch die berühmten »Zürcher Sagen« haben in meinem Atelier eine neue Form gefunden. Für mich sind sie nicht nur Lesestoff, sondern eine Einladung zum Innehalten. Deshalb gibt es sie bei mir nicht nur als klassisches Buch (im Buchhandel), sondern auch als interaktives Schreibjournal für Copywork. Wer die alten Sagen liest und selbst neu schreibt, verbindet sich auf eine ganz meditative Weise mit unserer Sprachgeschichte, feilt am eigenen Schreibstil und an seiner Kreativität.

 


Die Brücke in die Moderne: KI und Kunst


Mein aktuelles Projekt widmet sich den »Erzählungen aus der Schweizer Geschichte«. Hier verschmelzen Tradition und modernste Technik. Während ich die Texte als Audio-Lesungen produziere, entstehen in meinem Atelier limitierte Wandbilder. Fragmente aus dem antiken Buch werden so zu visuellen Ankern in modernen Räumen.

Es ist faszinierend zu beobachten, wie die wuchtige Sprache Lienerts durch die künstliche Intelligenz und handwerkliches Bilddesign eine neue, fast schon hypnotische Dynamik bekommt.


 

Der Wortfeger-Twist: Die vergessene Frauenstimme


Doch bei aller Bewunderung für Lienerts Arbeit fehlte mir eines: die weibliche Sicht und Erlebniswelt. Seine Geschichtsbilder sind Kinder ihrer Zeit, geprägt von Heldenmut und männlichen Protagonisten.

Deshalb habe ich mich an ein Experiment gewagt: Ich erzähle jede seiner Kurzgeschichten neu aus der Frauenperspektive. Was fühlte die Frau an der Seite des Freiheitskämpfers? Welchen Anteil hatten die Frauen an den Wendepunkten unserer Geschichte? Diese Neuinterpretationen sind für mich eine Herzensangelegenheit. Sie ergänzen Lienerts Fundament um die Stimmen, die viel zu lange im Schatten standen.

 


Hören, lesen und sehen Sie selbst Schweizergeschichte


In jedem meiner Blogartikel zu diesen Neuinterpretationen finden Sie die Audio-Lesung direkt als YouTube-Video eingebunden. In dieser Übersicht navigieren Sie zu den einzelnen Folgen in meinem Blog:

 

 


Fazit: Geschichte ist niemals fertig erzählt


Meinrad Lienert hat uns ein kostbares Erbe hinterlassen. Aber Erbe bedeutet nicht Stillstand. Indem wir diese Texte neu lesen, frisch vertonen und – wie in meinem Fall – durch die weibliche Sichtweise ergänzen, bleiben sie lebendig.

Lienert lieferte die Worte, ich liefere den neuen Klang und die weibliche Perspektive. Gemeinsam weben wir an einem Teppich der Schweizer Geschichte, der heute bunter und vielschichtiger ist als je zuvor.

 

Sonnige Grüße

Tanja alias Wortfeger



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